Ulrike Walther

Wie alle anderen Kinder malte und zeichnete die junge Ulrike Walther gerne. Die Wahlhamburgerin folgte dieser Begeisterung dann besonders, als sie ihren ersten Aquarellkasten erhielt und die farblichen Wirkungen auf nassem Papier von ihr erforscht wurden. Seitdem empfand sie ein intensives Vergnügen am Spiel von Waschungen und Verläufen, ein Gefühl, das die Künstlerin mit dem Frisch-Verliebtsein vergleicht.

Nach ihrem Studium an renommierten Universitäten wie der Bauhaus in Weimar und Strathclyde University in Glasgow, begann sie zunächst eine erfolgreiche Karriere als Architektin, mit wenig Zeit, sich der Malerei zu widmen. Diese lebte aber dank der Teilnahme an Architekturwettbewerben wieder auf und die fast vergessene Leidenschaft wurde neu integriert. Sehr schnell spezialisierte sie sich auf Architekturillustrationen, die sie aus Öl, Acryl, Kohle, Tinte und Aquarell herstellte, während sie weiterhin als Architektin arbeitete. Auch heute ist sie mit Leidenschaft Architektin und Malerin und schafft es in zahlreichen Werken, beide Disziplinen miteinander zu verbinden.

Die Feinheit des Papiers, die Wahl von Farben und Pinseln sind entscheidend für Ulrikes Ansatz, der Darstellung und Emotion zu verbinden sucht. Ausgehend von ihren Fotografien, arbeitet die Autodidaktin in der Ruhe ihres Ateliers an diversen Motiven und verbringt manchmal Stunden mit ihren Vorzeichnungen, um die beste Komposition zu erhalten. Inspiriert von Werken derGegenwartskünstler Joseph Zbukvic (geb. 1952), Alvaro Castagnet (geb. 1954) und Herman Pekel (geb. 1956), wünscht sich Ulrike Walther, dass ihre Bilder Glückseligkeit ausstrahlen oder eine liebevolle Erinnerung auslösen, wie bunte Fluchten, die dazueinladen, der täglichen Monotonie zu entkommen.