José Cabello Ruiz

Aufgewachsen im mediterranen, warmen Andalusien, verbringt der junge José oft seine Zeit bei seinem künstlerisch tätigen Onkel und hilft ihm in der Werkstatt. Gerade volljährig geworden, verlässt er seine Heimat, um Bildende Kunst an der Akademie in Madrid zu studieren und besucht das Atelier von Ramon Gonzales. Ende der 1970er Jahre realisiert er seine ersten Ausstellungen in Australien und Spanien. Bei nationalen Ausschreibungen werden seine Werke regelmäßig ausgezeichnet. 2012 gewinnt er den ersten Platz in Ölmalerei bei dem Wettbewerb „Dalì“ in Girona. Als Mitglied der Vereinigung der Bildenden Künstler Galiziens (ARGA) lebt und arbeitet er nun in Madrid.

Der passionierte Landschaftsmaler spielt mit der Intensität des Lichts, um die Erinnerung an eine bestimmte Atmosphäre oder Umgebung wieder wachzurufen. Er bedeckt deshalb zum Beispiel eine Ansicht von Venedig mit einem ockerfarbenen Schleier und taucht eine einfache Fischerszene in ein subtiles, changierendes Blau-Grau. Daher stellen sich starke Farbkontraste zwischen den einzelnen Gemälden ein.

José verwendet meistens Ölfarben, aber behält es sich vor, das Medium entsprechend des zu bearbeitenden Themas zu wechseln. Die Schönheit der Natur ist seine unerschöpfliche Inspirationsquelle. Berglandschaften und Küstenansichten nehmen einen besonderen Stellenwert in seinem Oeuvre ein. Dabei präferiert er die Oberflächenbeschaffenheit und die Lichtreflexe des Wassers von Seen, Bächen, Flüssen und Meeren herauszuarbeiten. Die Landschaft wird zu einer Symphonie, in derjede Palette an Tonwerten eine ganz bestimmte Rolle zu erfüllen hat.

Die Kunst von José hat nicht zum Ziel, diese oder jene Szene wahrheitsgetreu nachzuerzählen, sondern vermag eine Emotion auszudrücken. Das Licht entspringt aus dem Inneren des Bildes, welches die weißen Häuser und blühenden Wiesen in Stille versinken lässt. Unter Führung seines Pinsels, unternimmt der Betrachter eine Reise zu einem idyllischen, geheimnisvollen Ort.