Frédéric Thiéry

Inspiriert von seinem Vater, der ebenfalls Künstler war, entwickelte Frédéric von klein auf Interesse für das Zeichnen und Malen. Er studierte Bildende Kunst an der Universität Aix-en-Provence.

Nach dem Abschluss zog er nach Südspanien, wo er unter anderem Lederverarbeitung, Seidenmalerei und Schmuckherstellung erlernte. Durch den Kontakt mit diesen Kunsthandwerkern stellte er Lederaccessoires (Gürtel, Taschen) her und experimentierte mit Kaltemaille, welche den gleichen ästhetischen Effekt wie Emaille erzeugt, aber ohne Brennen erstarrt. Nach dem Besuch eines Workshops über Porzellanmalerei, nahm er auch diese Technik in seinem Repertoire auf. Doch zunehmend verspürte er den Drang auf Leinwand zu malen, was bis heute sein bevorzugtes Medium ist.

In zeitlichen Abständen kehrte er immer wieder nach Frankreich zurück, wo ihm die Landschaften des Südens wichtige künstlerische Impulse geben. In den frühen 2000er Jahren hatte er eine entscheidende Begegnung mit einem Kunstsammler, der ihn ermutigte, die Meister der provenzalischen und Barbizon-Schulen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts zu studieren.

Frédéric verliebte sich in diese Malweise und beschloss, ihr eine moderne Note zu verleihen. Mit leuchtenden Ölfarben belebt er Darstellungen von Straßen, Häfen oder Stränden, zu denen ihn Eugène Boudin (Landschaftsmalerin des 19. Jahrhunderts) inspirierte.

Seine Werke sind heiter und farbenfroh. Sie entstauben die traditionellen Themen der Vergangenheit. Seiner Lebensphilosophie entsprechend, möchte Frédéric durch die Malerei Sanftmut, Freude und Harmonie vermitteln.