Teia Pons Matas

Für die spanische Künstlerin Teia Pons Matas ist Kunst omnipräsent. Sie begegnet der Künstlerin im Alltag und bleibt in kleinsten Gegenständen als auch in Lebensmomenten verborgen. Die verschiedenen Impressionen, wie etwa Boote am Strand, das wechselnde Licht bei Regen, die Passanten mit Hüten oder die Wolkenkratzer, die sich kontrastreich gegen den verhangenen Himmel erheben, dienen als Inspirationsquelle für all ihre künstlerischen Experimente. Hierzu mischt sie Öl- und Acrylfarben zusammen und legt diese in deckenden Schichten übereinander. Die chromatische Wiedergabe der Farbe und ihre Wirkung in der Kontrastierung verleihen dem Bildraum vor allem eine unruhige Tiefe.

Ihre Werke lösen die dargestellten Motive von ihrer nüchternen Wirklichkeit ab. Sie werden mit phantasievoller, fühlbarer Atmosphäre umhüllt und kommen letztendlich als verklärte Ebenbilder zum Vorschein. Bei der Betrachtung ihrer Regenschirme und Heißluftballons in blau, rot oder gelb, wird der Fokus stets auf diese lebhaften Töne gelenkt. Mit dem Spachtelmesser arbeitet die Künstlerin gleich einem Bildhauer, um Fläche und Form in ihrer beinah dreidimensionalen Visualisierung aufleben zu lassen.

Man spürt unmittelbar an der unebenen Textur, wie sich ihre Hand über das entstehende Bild bewegt. Trotz der Gewichtung der Farbe bringt jede dynamische Bewegung, jede Berührung etwas Leichtes und Schwebendes mit. Das Sichtbarwerden der Malweise erlaubt einen Verbindungsmoment zwischen dem Betrachter und der Künstlerin. Die Flüchtigkeit des Augenblicks, der abgebildeten Situation, aber auch der Entstehung des Bildes, wird somit verewigt. Dieser Fluss der Künstlerin erlaubt es uns in ganz neue künstlerische Interpretationen von Dingen zu blicken, die wir im eigenen Alltäglichen meist übersehen.