Huub Ragas

Schon während seiner Kindheit in Eindhoven (Niederlande) hatte Huub Ragas das Bedürfnis, eine ganz eigene Welt zu gestalten. Ihn fasziniert wie der Mensch Landschaften formt und gestaltet. Speziell in den dicht besiedelten Niederlanden stellt die künstliche Landgewinnung die einzige Möglichkeit dar, profitable Flächen im großen Maßstab zu erhalten und für den menschlichen Siedlungsraum nutzbar zu machen. Auf Grund dessen setzte es sich der junge Huub Ragas zum Ziel, Architekt zur werden und übte sich seither im Zeichnen. Nach dem Abitur beschloss er zunächst in die Fußstapfen seiner Mutter zu treten und studierte den Ingenieursstudiengang Chemie. Im Berufsleben angekommen, fehlte ihm zunehmend die kreative Arbeit und er sah sich motiviert, seine andauernde Leidenschaft für die visuellen Künste durch das Studium an der Kunstakademie wieder neu zu entfachen.

Huubs Kindheitstraum dauert an. So lässt sich sein Langzeitwunsch, Landschaften und Siedlungsräume zu formen, in fast jedem Bild wiederfinden. Ihn inspirieren vor allem urbane Landschaften, Überpopulation und die Art, wie Menschen die Natur prägen. Seine Umwelt sowie seine innere Welt, dienen ihm als Ideengeber. Seine Arbeiten reflektieren eine multikulturelle, geometrische und poetische Traumwelt.

Der Künstler malt seine außergewöhnlich arrangierten Fantasie-Städte und Serien von hohen, farbenfrohen Häusern hauptsächlich mit Gouache und Acryl sowie Kohle auf Leinwand oder Karton. Die Natur ist hier nicht schmückendes Beiwerk, sondern Teil der Balance zwischen Mensch und Natur, wie er es mit den Worten Friedenreich Hundertwassers formuliert. Deutlich erkennbar dringen die Farb-und Formlehren des deutschen Malers Paul Klee (20.Jhd.) in dem geometrischen Aufbau der Werke des niederländischen Künstlers hervor.