Daniel Castan

Daniel Castans Vorliebe für den Rausch der Metropolen dieser Welt besteht seit seiner Karriere als Grafik Designer. Kreation ist Teil seines Lebens und als studierter Maler bleibt er in seinen 40igern dieser Disziplin gänzlich treu. Castans Arbeiten erzählen von der malerischen Beziehung zum physischen Objekt einer urbanen Umgebung, ganz frei aus der Perspektive eines Läufers, der tagtäglich kilometerlange Strecken zurücklegt. [Durch eine Auseinandersetzung mit Farben, Material und der Leinwand selbst,] Powervoll entstehen diese Werke über Ölfarbe auf Leinwand. Castan ist sehr an dieser Materialität interessiert, er benötigt keine illusionäre Inspiration um beharrlich bei der Arbeit zu bleiben. Instinktiv wählt er seine Werkezeuge - Spachtelmesser schneiden sich durch das mit Alkydharz durchtränkte Öl, das durch seine schnelle Trocknungszeit keinen Raum für spätere Zweifel lässt.

Der Maler skulptiert förmlich direkt auf Leinwand, Licht und Schattenspiel tauchen inmitten der Details pastös aufgetragener Farbe auf.

Für den Künstler sind Städte wie New York und Hong Kong faszinierend, die er zunächst fotografisch begeht. Diese Fotografien dienen als Vorlage und Inspiration doch viel wichtiger sind die Erlebnisse, Geschichten und Emotionen, die der Maler inmitten des Chaos einer solchen Megacity erfährt.

Sie werden zur Sprache seiner Bilder und zeigen die Essenz dieser Städte: riesige Hochhausschluchten, Menschenmassen und Geschwindigkeiten, die in Linie und Perspektive keinen Halt mehr finden. Castans eigenes Wesen findet sich wie ein Echo in der Schnelllebigkeit dieser Städte und der andauernden Bewegung, die er auf den Leinwänden festzuhalten scheint, wieder. Gleichzeitig bringen uns eben diese eingefangenen Bewegungen stets zurück in unsere eigene Gegenwart.