Christian Vey

Der französische Künstler Christian Vey bezeichnet sich selbst als Autodidakt. Seine erste Begegnung mit der Malerei geschah im Alter von 26 Jahren, als er an einem verregneten Tag in der Bretagne ein Kunstwerk in einer Galerie entdeckte. Die damit verbundene Emotion regte ihn zur eigenen künstlerischen Tätigkeit an. Im Schaffensprozess besinnt er sich auf diese starke Gefühlsregung und verbindet Spontaneität, Bewegung und Augenblicklichkeit miteinander. Christian Vey will die „Dinge bis zu ihrem Ende sehen“. Er betrachtet Farbe, das Symbol der Energie, als Urstoff seiner Arbeit. Als absoluter Musik-Enthusiast gilt seine besondere Liebe dem Jazz. Jede verinnerlichte Melodie und jeder eingeprägte Rhythmus gehen in malerische Formen über, die zusammen ein spannungsgeladenes Wechselspiel bilden. Wie ein Musiker, der seine Notenblätter spielt, komponiert der Maler seine Portraits, die zwischen Abstraktion und Figuration schwanken. Vor dem Hintergrund der Musik bewegen sich seine Figuren, ähnlich ruhelos wie der Künstler, der zwischen Wien, New York und New Orleans reist. Die mit einem Malmesser aufgetragene Ölfarbe verkörpert die Flüchtigkeit und die Dynamik der Bewegung. Der Großstadtdschungel, die auf der Bühne spielenden Musiker, Frauen mit wehenden Haaren - es ist diese Energie des Lebens, der Schönheit und der Schöpfung, die Christian Vey in einer freien, mitgerissenen, schwungvollen Geste vermittelt.